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Herstellungsleitertagung

Programm

Donnerstag, 30. Mai

10:45–11:45
Die. 4. Industrielle Revolution
Michael Köhnlein, Koe-Consulting, Ulm
Die zunehmende Digitalisierung ist nicht nur in Deutschland ein wichtiges Thema. Weltweit wird das „Internet of Things“ mit Hochdruck verfolgt. Als Mitglied des IIC (Industrial Internet Consortium) hat das FSTI (Ferdinand­Steinbeis­Institut) Einblick in über 50 internationale und leitet über 15 nationale Projekte. Der aktuelle Stand aus Forschung und Anwendung über Branchengrenzen und die Auswirkungen für Industrie, Handwerk, Handel und Gesellschaft sind Thema des Vortrags.
14:00–14:45
Wie „sauber“ sind unsere Drucke? Über UV- und Digitaldruck, Folien und andere Hürden beim Papierrecycling
Axel Fischer, INGEDE e. V., München
Alle wollen grün sein. Aber Druckerzeugnisse aus dem (LED-)UV-Druck, aus Inkjet- und Indigodruckern oder sogar mit Pflanzenölfarben können die bewährten Abläufe beim Papierrecycling erheblich beeinträchtigen. Der Chemiker Axel Fischer (INGEDE e.V.) erläutert die (un)bekannten und neuen Herausforderungen beim Deinking von bedruckten Papieren und die Auswirkungen, die für die Gestaltung umweltfreundlicher Druckerzeugnisse wichtig sind.
14:45–15:30
Ein Zeichen gegen den Klimawandel – Was klimaneutrales Drucken für die Herstellung von Verlagserzeugnissen bedeutet
Moritz Lehmkuhl, Climate Partner GmbH, München
Zum ganzheitlichen Klimaschutz gehören Vermeidung und Reduktion von CO2-Emissionen, etwa durch die Auswahl klimafreundlicher Papiersorten. Ebenso wichtig ist der Ausgleich der unvermeidbaren Emissionen durch Klimaschutzprojekte: Diese Projekte sparen nachweislich CO2-Emissionen ein, Druckerzeugnisse werden klimaneutral. Moritz Lehmkuhl zeigt an konkreten Beispielen, wie das Prinzip der Klimaneutralität funktioniert, wie Verlage sich engagieren können und davon profitieren.
15:45–16:30
Resilienz. Für die Arbeit, für das Leben
Dr. Denis Mourlane, mourlane management consultants, Frankfurt am Main
Resilienz ist nicht „nur“ die Fähigkeit, mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen. Sie ist auch ein Synonym für psychische Stärke und Widerstandsfähigkeit an sich. In seinem Vortrag wird uns Dr. Denis Mourlane die sieben Faktoren vorstellen, die die Resilienz eines Menschen positiv beeinflussen und einfache Methoden zeigen, wie man seine Resilienz erhalten und weiterentwickeln kann. Denis Mourlane gilt als einer der deutschen Pioniere im Bereich Resilienz. Er ist ein viel gelesener Buchautor („Resilienz“ und „Emotional Leading“) und ein gefragter Key-Note-Speaker.

Freitag, 31. Mai

10:00–16:30
Can You Kick it? Selbstmarketing für Führungskräfte, ihre Teams und den Verlag
Gianna Possehl, basic, Hamburg
Sie leisten gute Arbeit? Fein! Sie haben engagierte Mitarbeiter in Ihrem Team? Prima! Wissen das auch alle? Nein? Dann ist es Zeit aktiv zu werden. In einer Studie wurde ermittelt, dass Fachkompetenz als Faktor nur zu 10% auf Karrieren einzahlt, Image zu 30% und die Bekanntheit zu 60%. Es ist also wichtig, wie wir Können und Erfolge kommunizieren – und das am liebsten, ohne rote Ohren zu bekommen oder als Angeber dazustehen. Selbstmarketing genießt nicht den besten Ruf und ist dennoch so wichtig für eine klare Kommunikation, um Kollegen und Vertragspartnern Sicherheit zu geben und um auf das Vertrauen in uns einzuzahlen.
Brainpower – Die Kraft der ungenutzten Potentiale
Stefan Skirl, Institut für angewandte Kreativität
Vor knapp zwei Dekaden haben sich die Kognitionswissenschaft und die Neurobiologie zusammengetan und mit neuen Technologien (Scanner) gewaltige Fortschritte erzielt. Das Wissen um die Gesetzmäßigkeiten unseres Denkens, unseres Verhaltens, unserer Handlungen, die Bedeutung unserer Emotionen ist explodiert. Es sind noch jede Menge Spielräume vorhanden. Die Entfaltung dieser Ressourcen ist das Ziel des Brainpower-Workshops. Wir haben unser Gehirn nicht versehentlich bekommen. Nutzen wir die Erkenntnisse und fangen wir an, die Welt und uns in neuen Kontexten wahrzunehmen und weiter zu entwickeln – auf dem Wege zur Excellence.
Der Einstieg ins Visuelle Denken
Frank Wesseler und Justo G. Pulido, bikablo GmbH, Köln
Das Denken mit dem Stift ist eine Kulturtechnik, die sich jede/r ohne grafische Vorkenntnisse aneignen kann. Dafür hat bikablo in über zehn Jahren Fortbildungspraxis ein schnell erlernbares System entwickelt. bikablo ist allerdings viel mehr als eine neue Zeichentechnik. bikablo ist eine komplexe visuelle Sprache und ihre Vermittlung. Die Trainer nehmen sich viel Zeit, Sie in die Geheimnisse der bikablo Visualisierungstechnik einzuweihen, Details vorzuzeichnen und all Ihre Fragen zu beantworten.
BPMN – Prozesse zur Produkterstellung für Hersteller
Mario Kandler, nbsp GmbH, Straubing
Die Anzahl der Produkte sowie deren Ausleitungsformen im Verlag nehmen stetig zu. Um die Abläufe von der Idee bis hin zu den fertigen Zielformaten effektiv und effizient realisieren zu können, erfordert es strukturierte Abläufe sowie standardisierte Prozesse. Dies bedeutet vor allem in der Herstellung, die Herausforderung der zentralen Steuerung sowie Vernetzung der einzelnen Systeme und Anwendungen meistern zu müssen. Der Workshop vermittelt die Methodik zur Prozessentwicklung sowie die Notation zu BPMN 2.0 und geht insbesondere auf die Anforderungen bzw. Umsetzungsmöglichkeiten der Herstellung ein.
Führung in Veränderung: Was ist zu tun, damit sich was ändert?
Michael Riermeier, Raum Für Führung GmbH Frankfurt am Main
Peter Drucker bringt es auf den Punkt „Culture eats strategy for breakfast“. Aber warum ist es nur so schwierig, Veränderungen im Verlagsalltag umzusetzen? Sind Verlagskulturen veränderungsfeindlich? In unserem Workshop beleuchten wir gemeinsam Herausforderungen und Ansatzpunkte für gelingende Veränderungen. Auf Basis minimaler Theorie arbeiten wir maximal an praxistauglichen Umsetzungsideen. Dabei widmen wir uns sowohl ihrer Rolle Herstellungsleiter, wie auch Ihren Team.
17:00–18:00
Schön. Schöner. Am Schönsten
Katharina Hesse, Stiftung Buchkunst, Frankfurt am Main
Katharina Hesse (Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst) präsentiert „Die schönsten deutschen Bücher 2019“, berichtet über Ausrichtung und Ziele der Stiftung Buchkunst in den nächsten Jahren, neue Projekte und Beobachtetes des aktuellen nationalen, wie internationalen Wettbewerbs. Welche Trends sind erkennbar, wo begegnet man Hochleistung, wo gibt es Verbesserungspotential.

Samstag, 01. Juni

13:00–14:00
Die menschliche Firewall und ihre Löcher
Cem Karakaya, Experte für Internetkriminalität, München
„Die Anzahl der Computer in unserem Leben nimmt ständig zu: PCs, Smartphones, Tablets und „smarte“ Geräte wie Fernseher, Musikanlagen, Thermostate und Kühlschränke, die immer mehr Daten über uns und unsere Vorlieben sammeln. Der Gedanke: „Ich habe doch nichts zu verbergen“ ist jedoch oft ein Irrtum. Welche Informationen über uns können in 20 oder 30 Jahren plötzlich gefährlich für uns werden? Welches Wissen speichern kostenlose Online-Dienste über uns? Wie schützen wir uns gegen diese und andere Gefahren im Internet? Was mache ich, wenn meine Festplatte verschlüsselt wurde und ich erpresst werde? Nicht das Internet ist gefährlich, sondern die Menschen, die es nutzen. Die größte Schwachstelle, aber auch die größte Stärke ist der Mensch. Erfahren Sie, warum wir den Computern trotzdem überlegen sind.
14:15–15:00
Werkzeuge zur Partizipation: Integrative Typografie
Sabina Sieghart, Kommunikationsdesign, München
Leichte Sprache ist ein Werkzeug zur Teilhabe. Bei der schriftlichen Umsetzung von Sprache ist die visuelle Gestaltung entscheidend für eine gelungene Kommunikation. Die existierenden Regelwerke berücksichtigen diesen Aspekt bisher kaum. Sabina Sieghart forscht seit 2016 aus visuell-rhetorischer Sicht zu dem Thema »Leichte Sprache, Typographie und Angemessenheit« und wird zwei Studien vorstellen. Zudem zeigt sie praktische Arbeiten, die auch weitere Werkzeuge (z. B. Braille-Schrift) verwenden. Im Ausblick werden neue digitale Werkzeuge und deren Potential für barrierearme Kommunikation vorgestellt.